Die Modellbahnmodule – Teil 9 – Analoges Steuerpult

Nachdem die Gleise schon seit einiger Zeit verlegt und durch Einschottern verschönert worden sind, musste eine Steuerung her. Sogar die Landschaft hat ja schon was abbekommen. Die Gleistrassen sind ja beim Verlegen der Piko-Flexgleise schon in Abschnitte elektrisch unterteilt worden, so dass nun ein Schaltpult für den Analogbetrieb her muss, um die Bereiche ein- und ausschalten zu können. Durch die Aufteilung der Gleisabschnitte auf den Modelleisenbahnmodulen, ergibt sich ja schon ein Layout für die Bedienoberfläche. Bevor man aber an dieser arbeitet, muss ein Kasten her, der die Abdeckung mit der Bedieneinheit trägt. Am einfachsten ist es, wenn man fünf Holzteile hat, die man zusammen schraubt. Die Maße sollten so sein, dass man im Inneren des Kastens ein wenig Zeug unterbringen kann, wie z. B. Relais oder anderes Elektronisches. Auf dem ersten Bild sieht man an einem kleinen Holzstück eine Aussparung. Dort kommt eine separat gekaufte Scart-Buchse für die Anschlüsse ran.

Die Einzelteile für den Steuerpultkasten

Die Aussparung sieht man auf dem folgenden Bild, wo das Bedienpult schon zusammengeschraubt wurde, vorn unten. Ich habe es dort positioniert, weil man dann bequem löten kann und nicht mit dem Lötkolben im Kasten rumhantieren muss.

Der Rohbau fertig

Dann wurde die Scart-Buchse montiert. Sie liegt zwar ein wenig innerhalb des Brettes, aber die richtige Position wurde durch vorhergehendes Einstecken eines Scart-Kabels herausgefunden, so dass nicht mit Behinderungen zu rechnen sein sollte.

Anschlussbuchse

Von innen kann man nun wunderbar die nötigen Kabel mit dem Lötkolben anlöten.

Anschlussbuchse von hinten

An einem der Module ist ebenfalls die Möglichkeit geschaffen worden, ein Scart-Buchse anzubringen. Das Anschlusskonzept sah vor, die Module mit verschiedenen Scart-Kabeln und dem Bedienpult zu verbinden. Als Verteiler eignen sich Scart-Verteiler, die es im Handel schon fertig, teilweise sehr preisgünstig, gibt.

Loch im Modul für die Anschlussbuchse

Die Scart-Buchsen und -Stecker für die Module kann man in Fachmärkten oder im Versandhandel für Elektronikprodukte bekommen.

Anschlussbuchse für ein Modulteil

Problematisch wird es im Inneren unseres Bedienpultes, wenn mehrere Kabel zu einem zusammengeführt werden müssen. Ich habe ein Stück verzinntes Kupferdraht genommen und durch Biegen mit Schlaufen versehen. Die beiden Ösen an den Enden ermöglichen ein Verschrauben des Drahtes von innen an der Gehäusewand des Steuerpultes. In die Schlaufen können die Drähte geschoben und dort verlötet werden.

Treffpunkt: Drahtösen für die zusammenlaufenden Kabel

Angeschraubte Drahtösen

Bei einem Modul bot es sich an, einen Scart-Stecker direkt an die Kabel zu löten. Den Stecker kann man dann direkt in den Scart-Verteiler stecken.

Bei der Verwendung handelsüblicher Scart-Verbindungskabeln muss darauf geachtet werden, dass die Pins nicht 1:1 übertragen werden. Hier kann man an Hand der Nummern sehen, ob die gleichen Pins angesteuert werden. Ich habe das Problem so gelöst, dass ich den einen Stecker geöffnet und die Kabel durch Umstecken neu angeordnet habe.

Scart-Stecker für anderes Modulteil

Für die Bedienoberfläche des Steuerpultes muss nun der Gleisplan aufgebracht werden, der die zu verwaltenden Streckenteile schematisch zeigt. Dort, wo ein Schalter die Streckenabschnitte ein- und ausschalten soll, wird ein Loch hinein gebohrt, um den Schalter aufnehmen zu können. Wenn man zweipolige Schalter nimmt, können gleich Lichtsignale mitgeschaltet werden. Als Schalter kommen nur Umschalter in Frage.

Fertiges Schaltpult mit modifiziertem Scart-Kabel und dem Verteiler

Nun kann der erste analoge Mehrzugbetrieb ausprobiert werden. Möglichkeiten zum Rangieren gibt es ja nun auch genug. Die Stromkreise sind so aufgeteilt, dass auf den oberen Gleisen eine Lok umsetzen und auf den unterem Stummelgleis ein Zug stehen kann.

Auf dem letzten Bild sieht man nicht die beiden Anschlusskabel, die mit dem Trafo verbunden werden und welche für die Spannungsversorgung der Züge verantwortlich sind.

Was als nächstes kommt, weiß ich noch nich, aber ein viertes Modul ist in Arbeit und das hat’s in sich…

28. November 2009 von Linus

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Kommentare, Fragen und Tipps

Ein Beitrag zu “Die Modellbahnmodule – Teil 9 – Analoges Steuerpult”

  1. Modellbahn und Vorbild » Roco Digital Startset 41295 für die Modellbahnmodule schreibt am 15. Februar 2010 um 21:56:

    […] wenn die analoge Steuerung schon eine tolle Funktionalität ermöglichte, kam irgendwann im Gespräch mit anderen Modellbahn- […]

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