Die Modellbahnmodule – Teil 5 – Gleise einschottern und altern

Adventszeit – Bastelzeit. Genau der richtige Moment, sich mal wieder mit den Modulen der Modelleisenbahn zu beschäftigen.
Nun hab ich mich mal um die Flexgleise gekümmert, denn sie liegen ja nackt auf den zurechtgeschnittenen, 5mm dicken Korkmatten, die man sich im Baumarkt seines Vertrauens besorgen kann. Sie sind ja schon im Vorfeld mit Trennstellen versehen worden, so dass man sie nun einschottern kann.

Erste Behandlung der Gleise: Mattieren der Schwellen

Zuerst musste der Kunststoffglanz der Plastikschwellen verschwinden. Dazu nahm ich Airbrush und matte Farbe zur Hand und benebelte die verlegten Piko A-Gleise. Als Farben nahm ich schwarz und rostbraun und mischte es in keinem genauen Verhältnis, sondern achtete nur darauf, dass mehr schwarz als braun dabei war.

Der Vergleich: Oben die Schwellen mit dem matten Überzug, unten noch original glänzend

Perspektivisch: Andere Ansicht der behandelten und unbehandelten Schwellen

Im ersten Bild ist gut der Unterschied zu erkennen – das Blitzlicht spiegelt sich an den unbehandelten Schwellen wieder, was am Ende der Arbeiten zu einem nicht schön aussehenden Effekt führen kann. Ein weiterer Vorteil dieser Arbeit ist das Abdunkeln der Korkmatte, die nach dem Einschottern nicht mehr hellbraun durchschimmern kann.

Die Utensilien für die Schwellenbehandlung und seitlichen Rostimitation der Schienen

Für die Airbrusharbeiten sind nur die gebrauchsfertigen Farben und als Reinigungsflüssigkeit der Terpentinersatz notwendig.

Zweite Behandlung der Gleise: Flugrost an den Schienenkörpern

Da die Schienenprofile im Original einen seitlichen Rostansatz besitzen, wird diese mit einem kleinen Pinsel und matter Rostfarbe imitiert, die auf dem oberen Bild vorn zu sehen sind.

Die Gleise ermattet und mit der Flugrostimitation versehen

Mit dem Pinsel streicht man die Seite der Schienenprofile mit der Farbe an. Dabei muss die Farbe nicht exakt auf die Schienen aufgetragen werden, sondern darf auch an die Befestigungsklemmen, Kleineisen genannt, gelangen.

Die Farbe für die seitliche Gleisalterung kann man hier beziehen.

Einschottern der Gleise

Zum Einschottern benötige Dinge: Abtönfarbe, Tapetenkleister, Spüli, Holzleim

Wenn die Farben getrocknet sind, kann man den Modell-Gleisschotter rausholen. Und die auf dem oberen Bild abgebildeten Utensilien. In dem kleinen Gefäß im Vordergrund sind die einzelnen Flüssigkeiten jeweils angemischt und aus diesem auf den vorbereiteten Schotter zwischen den Gleisen aufgetragen worden. Die Flüssigkeit muss ziemlich dünnflüssig sein, damit sie ordentlich zwischen die Schottersteinchen fließen kann. Das Spüli setzt die Oberflächenspannung des Wassers herab und ist maßgeblich an einer guten Verteilung des Kleberflüssigkeit im Schotterbett beteiligt. Beim Bau des Übungsdioramas wurde der Einsatz dieser Technik schon einmal ausprobiert. Neu ist aber dieses Mal, dass ein Schuss schwarze Abtönfarbe in den Schotterkleber geschüttet wurde, damit das Gestein nicht im Gegensatz zu den Gleisen nagelneu aussieht.

Das Gleis nach dem Einschottern

Nun wollte ich probieren, mittels Airbrush die Alterung fortzusetzen. Dazu gehört die Imitation von Flugrostteilchen nahe der Schienen, von Bremsstaub und von Kalk- und Wasserflecken. Wie das funktioniert hat, wird an dieser Stelle zu sehen sein.
Danach wird natürlich das Umfeld des Gleisbettes gestaltet werden…

27. Dezember 2008 von Linus

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Abgelegt unter Module | Kommentare (5)

 
 

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Kommentare, Fragen und Tipps

5 Beiträge zu “Die Modellbahnmodule – Teil 5 – Gleise einschottern und altern”

  1. Karl Kalteiß schreibt am 25. Juli 2011 um 12:32:

    Hallo, bei Ihnen ergibt sich eine schöne Schotterböschung, während bei mir der Schotter trotz 45° Böschung auf dem Kork nicht liegenbleibt. Was mache ich falsch?
    Wie heißen denn die Utensilien für Mattieren und Rosten?
    Mit freundlichen Grüßen
    Karl Kalteiß

  2. Linus schreibt am 26. Juli 2011 um 21:24:

    Hallo Karl,
    nachdem der Schotter lose auf das Gleis geschüttet wurde, habe ich das Schotterbett mit einem Pinsel vorgeformt. Da ergibt sich eine gewisse Dicke des Schotterbetts, wo sich von unten die Schottersteine gegenseitig stützen. Da macht auch die schräge Böschung der Unterlage einen Sinn.
    Die Farben zum Mattieren und Rosten sind Airbrushfarben von Revell.
    Viel Erfolg beim Probieren und berichte von Deinen Erfahungen 🙂
    Schöne Grüße!

  3. Alexander schreibt am 22. November 2011 um 08:53:

    Hallo. Ich habe damit begonnen, den seitlichen Rostansatz am Schienenkörper mit eher schwach verdünnter Dispersionsfarbe (also eher dickflüssig)umzusetzen.Seitdem kämpfe ich an diesen Stellen mit Kontaktproblemen, obwohl die Schienenoberseite sauber abgeputzt wurde. Ist Dispersionsfarbe hier nicht geeignet oder einfach zu dickflüssig? LG

  4. Linus schreibt am 22. November 2011 um 22:36:

    Hallo Alexander,
    der Schienenkopf muss wirklich penibel sauber geputzt sein. Dazu hab ich Verdünnung genommen, weil sie sehr aggressiv gegen die Rückstände wirkt. Man könnte auch mal einen Kontaktverbesserer auftragen, z.B. Kontaktspray – aber damit hab ich keine Erfahrung.
    Grüße!

  5. Die Modellbahn und ihr Vorbild » Die Modellbahnmodule – Teil 14 – weiteres Segment für “Teppichbahning plus” schreibt am 03. Januar 2012 um 06:36:

    […] dem Verlegen des Gleises wurde es nach bekannter Methode eingeschottert. Das Einschottern des Modellbahngleises erfolgte mit Tapetenkleister, Holzleim und einigen Tropfen Spüli. Im Gegensatz zu den anderen […]

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