Bau eines Übungsdioramas

Letzten Winter wollte ich meine Fähigkeiten für die Landschaftsgestaltung ausbauen.

Als mir eine leere Mandarinenkiste in die Hände kam, keimte in mir die Idee, daraus ein Stück Gleisumgebung als Diorama zu realisieren. Ein Diorama ist ein Ausschnitt aus einer Landschaft im Modell. Ganz unten auf dieser Seite sieht man wie das dann “in Aktion” aussieht.

Neue Anordnung der Teile der Obstkiste

Drei Dinge standen dabei im Vordergrund: Es sollte so groß sein, damit Modellbahnfahrzeuge in einer für sie passenden Umgebung fotografiert werden könnnen, außerdem sollte der Umgang mit schotterlosem Modellgleis (Piko A-Gleis) geübt werden und, wie oben angesprochen, neue Techniken sollten ausprobiert werden. Das erste Bild zeigt die schon umgestaltete ehemalige Obstkiste:

Löcher für Kabel

Von oben sieht das Ding so aus. An den Pfeilen sind Löcher gebohrt worden,…

…so dass man auch mal einen elektrischen Verbraucher über das Gleis mit Spannung versorgen kann.

Piko A-Gleis mit angelöteten Kabel

Dann wird das Gleis montiert und mit echten kleinen Steinchen versehen, die das Schotterbett darstellen sollen. Andres Herzog hat einen netten Artikel über das Einschottern geschrieben.

Gleis im Diorama befestigt und eingeschottert

Nun muss noch die Böschung gebaut werden. Dafür klebt man Pappstreifen als Gerüst an.

Böschung vorbereitet

Außerdem wird das Gleis gealtert. Das geschieht mit Rostfarbe sowie schwarz und weiß.

Alterung des A-Gleises

Hier sieht man die Alterung besser. Im Hintergrund ist auch schon ein Stück des fertigen Rasens zu sehen.

Detailaufnahme von der Alterung

Die Böschung wird aus Zeitungspapierstücken und Tapetenkleister hergestelllt. Das ist preiswert und total einfach.

Böschung aus Pappmaché

Sie muss dann noch angestrichen werden, damit die Schrift der Zeitung nicht durch den Rasen schimmert. Als Farbe kann man Abtönfarbe aus dem Baumarkt nehmen.

Grundierung der Böschung

Als Abschluss kommt noch der Rasen rauf. Die Grashalme bestehen aus winzigen Kunststofffasern, die aus einer Kunststofflasche herausgeschleudert werden und durch die statische Aufladung aufrecht im feuchten Klebstoff landen. Nach Abtrocknen des Klebers hat man eine Grasfläche, die sich wie Velours anfühlt. Als Klebstoff habe ich auch einfach Tapetenkleister genommen – mal sehen, wie lange das hält.

Fertig!

Fertig: Begrünung als letzter Schritt

Diorama in Aktion

Die V180 von Gützold im Diorama

Nun kann das kleine und einfache Diorama H0-Schienenfahrzeuge ins rechte Licht rücken, wie hier die V180 der Deutschen Reichsbahn der DDR. Ohne großen Aufwand und mit vorhandenen Bastelmaterialien kann jeder so ein kleines Diorama bauen.

01. Mai 2008 von Linus

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Kommentare, Fragen und Tipps

Ein Beitrag zu “Bau eines Übungsdioramas”

  1. Modellbahn und Vorbild » Die Modellbahnmodule – Teil 5 – Gleise einschottern und altern schreibt am 27. Dezember 2008 um 17:54:

    […] ist maßgeblich an einer guten Verteilung des Kleberflüssigkeit im Schotterbett beteiligt. Beim Bau des Übungsdioramas wurde der Einsatz dieser Technik schon einmal ausprobiert. Neu ist aber dieses Mal, dass ein Schuss […]

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