Verschiedenes zur Modellbahn, meist Spur H0, und zur großen Eisenbahn
Schon vor einigen Monaten wurde in den entsprechenden Foren über ein neues Preis-Leistungs-Wunder im Modellbahnbereich berichtet. Und so machte auch ich mich ans eingemachte und beschloss die Piko BR118 (4-achsig) in ihrer Markt-Verbreitung zu verfolgen. Das Modell interessierte mich schon länger, als kleiner Piepel habe ich schon häufiger das Original als Zuglok auf Reise “vorn dran gehabt”.
Und so kam es, dass die Lok ab Ende 2010 äußert gut verkauft wurde und in zahlreichen Käufer-Berichten zu lesen war, dass es sich um ein sehr solides Modell handele, das zwar hier und da in der Ausführung kleine Kompromisse eingeht, aber sehr realitätsnah aussieht und zudem unheimlich gute Laufeigenschaften hat.
Genug Gründe also, um die nicht einmal 60 EUR auszugeben. Habe das gute Stück dann also im Juli 2011 bestellt und siehe da, schon die zweite Auflage erhalten, was man an der Nummer der Lok – 118 544 – sehen kann. Und eh wir lange drumherum reden, hier erstmal ein Bild ausm Einsatz daheim:

Die BR118 von Piko im ersten Einsatz mit den Halberstädter Mitteleinstiegswagen
Nun aber Schritt für Schritt! Das Modell kommt in einer recht simplen Verpackung daher, die weder Styropor noch hochwertige Kunststoffe enthält. Aber für die sichere Aufbewahrung des Modells ist sie völlig ausreichend und schließlich wollen Teppichbahner das Modell ja nicht verpackt im Schrank stehen haben, sondern abwechselnd rollen oder verschwinden sehen.
Der erste Eindruck der Lok ist sehr gut, alles ist recht detailliert ausgeführt und die Griffstangen und Lüftungsgitter sind filigran sichtbar.

Seitenansicht der neuen H0-BR118 mit den feinen Gravuren an Lüftegittern und Fahrwerk
Natürlich stand auch die Digitalisierung auf dem ersten Dienstplan der Lok. Die 118er lässt sich mit zwei tief im unteren Teil versenkten Schrauben öffnen, ein Schraubendreher mit sehr schmalem Griff ist dabei zwingend von nöten. Danach lässt sich der obere Gehäuseteil leicht abheben und die innenliegende Elektronik wird sichtbar.

Leicht zu öffnen: Gehäuse nach oben abzuziehen
Wie es sich für einen Lenz gehört kommt ein Lenz-Decoder in die Kiste rein. Der für den Decoder vorgesehne Platz ist zwar ausreichend vorhanden, die extra dazu ausgeführte kleine Kammer hat aber leider eine zu kurze Länge. Allerdings ist dies kein Problem, der Decoder passt trotzdem ohne Schwierigkeiten an die vorgesehene Stelle.

Jetzt digital: Einbau des Decoder in die BR118 von Piko
Das Spitzensignal wurde mit modernen, warmweißen LEDs realisiert, was dem Modell gut zu Gesicht steht. Außerdem hat Piko eine interessante Lösung für die Kurzkupplungskinematik gefunden: die Kupplung schwenkt bei angehängten Wagen mitsamt des unteren Teils der Frontschürze aus. Was im ersten Moment merkwürdig erscheint, erweist sich im Fahrbetrieb optisch als überhaupt nicht störend. Piko hat nicht nur damit gezeigt, dass man auch mit einfachen Lösungen an einem preiswerten Modell gute Ergebnisse erzielen kann.
Dieses Modell kann auch bei Conrad Electronic erworben werden: Piko BR 118.
28. August 2011 von Jochen
Stichworte: BR118, Diesellok, Digitaldecoder, Digitalisierung, Lenz, Lok-Decoder, Modelleisenbahn, Piko, Spur H0
Abgelegt unter Hersteller, Piko | Kommentare (1)
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Hallo Jochen, ich kann Deine Aussage in Bezug auf die Lock nur betätigen.Preis/Leistung und optischer Eindruck bilden eine Einheit die nach meiner Meinung unschlagbar ist. Laut Angabe meines Händlers hat Piko in der zweiten Generation die Kabel geändert da die Ursprünglichen zu steif waren und in den Drehgestellen von den Lötpunkten brechen. Ich habe nun schon die zweite Maschine mit einem Sound Decoder CT SL 51/4 ausgerüstet (Lautsprecher im Decoderfach)dies ist Preiswert, der Decoder hat 1,5 A am Ausgang und der Lautsprecher macht ordentlich Wind. Da die Lock einen super Auslauf hat sollten Analogbahner mit kurzen Stopstrecken die Geschwindigkeit etwas reduzieren. Des weiteren ist mir aufgefallen das die Gützold mit 6 Achsen und dreifachen Gewicht keine bessere Zugkraft besitzt. Piko weiter so mit DR.