Verschiedenes zur Modellbahn, meist Spur H0, und zur großen Eisenbahn
CAD-Systeme sind eine tolle Sache. Und am Besten ist, wenn man einige Sachen damit machen kann, das heißt, dass man sie halbwegs bedienen kann. Und als ich vor einiger Zeit die Idee hatte, ein preiswertes H0-Gleis mit Mittelleiter zu basteln, erinnerte ich mich an diese Technik, so dass ich meine Idee ohne lang in der Werkstatt zu stehen erst einmal visuell darstellen und eventuell auch schauen kann, ob sich der Gang in die Werkstatt lohnt. Ich wollte ein Modelleisenbahn-Gleis mit selbst hergestellten Punktkontakten für den Mittelleiter versehen.
Da ich bei meinen Basteleien noch Stücke des Piko A-Gleises da hatte, modellierte ich zuerst mal mein Ausgangsmaterial.

Das modellierte Piko A-Gleis
Als erstes musste für den neuen Mittelleiter Platz im Modellgleis geschaffen werden. Dafür kann man eine dreieckige Schlüsselfeile nehmen und eine Nut in die Mitte der Unterseite der Schwellen feilen.

Die Schwellen von unten
Dann kam die Sache mit dem Mittelleiter selbst. Er muss per Hand hergestellt werden.
Als Material dachte ich an den 0,8mm dicken verzinnten Kupferdraht, den es preiswert als 22m-Rolle zu kaufen gibt. Und so soll er dann unter die Schwellen kommen:

Der Draht als Mittelleiter
In Frage für diese Methode kommt also eine Art Biegelehre, die auch virtuell darstellbar ist. Mit ihr soll es möglich sein, so einfach und präzise es geht, die Schlaufen für die Stromabnahmen zu formen. Denn eine Schlaufe, die nicht mit dem Schleifer des Modellfahrzeuges in Berührung kommt ist nutzlos.

Erste Variante der Biegelehre
Die erste Idee für eine Biegelehre beachtete nur die Form des Drahtes wie er auszusehen hat. Weitere Bedingungen wurden nicht berücksichtigt.

Idee zwei
Die zweite Idee hatte schon eine Fixierung für den Draht, aber die anderen Schlaufen konnten nicht untergebracht werden.

Dritte Version
Version 3 entspricht schon fast der vorerst letzten Variante. Man kann den Draht schon nach unten biegen und alle vorhergehenden Schlaufen sind fixiert, was einer vertikalen Gleichmäßigkeit entgegenkommt. Der Schnitt zeigt die Anordnung des Drahtes in der Biegelehre.

Schnitt durch die dritte Version mit dem Draht
Die folgende Animation zeigt, wie der Biegevorgang durchgeführt werden soll. Der seitliche Schitz sorgt für die Positionierung einer Schraubenziehers, der für die nach vorn gerichtete Biegung des Drahtes verantwortlich ist.

Animation des Biegevorgangs
Um dem Ganzen eine realistische Note zu geben, habe ich eine Vorabvariante der Biegelehre aus Holz gebaut. Die eigentliche Biegelehre soll dann aus Metall sein, damit die Kanten sich nicht abrunden wie beim Holz.

Selbstgebauter Mittelleiter mit dem Gleichstromgleis
Fertig sieht das Gleis schon mal ganz toll aus. Die seitliche Fixierung des Drahtes im Gleis soll durch das Einschottern gewährleistet sein. Wie das alles aussieht, gibt es in einem neuen Artikel.
15. Februar 2009 von Linus
Stichworte: 3-Leiter-Gleis, A-Gleis, Baubericht, Biegelehre, H0, Mittelleiter, Modelleisenbahn, Piko, PuKos, Punktkontaktgleis, Roco, Technik
Abgelegt unter Gleisbau | Kommentare (0)
Nie wieder einen Beitrag verpassen mit dem individuellen Benachrichtigungsservice!
Hier kann man den Artikel kommentieren, eine Frage stellen oder etwas ergänzen.
Wir müssen uns aber ohne Angabe von Gründen vorbehalten, hier Hinterlassenes zu kürzen oder zu löschen.