Ausflug in die Welt der Digital-Decoder

Dieser Artikel soll einen kleinen Überblick über die verbauten bzw. zu verbauenden Digital-Decoder in Modelleisenbahnfahrzeuge geben. Vorrangig gelten die hier dargestellten Informationen für Fahrzeuge der Spur H0. Für andere Spurweiten ist besonders die Bauraumproblematik zu beachten.

Lok-Decoder

Der Decoder in der Modellbahn-Lokomotive sorgt für die Verarbeitung der über das Gleis übertragenden Befehle innerhalb des Triebfahrzeuges. Die wichtigste Information ist dabei die Spannung, die an den Motor im Triebfahrzeug gegeben wird, damit es überhaupt losfährt. Verschiedene Hersteller haben sich im Laufe der letzten Jahre einen Namen gemacht.

Verschiedene Gründe existieren, warum in unserem Kreise eher Lok-Decoder der Firma Lenz zum Einsatz kommen. Ein sehr wichtiger ist neben der Robustheit die in ihm geschaffenen Funktionen des ABC-Systems, welche ja bereits vorgestellt worden sind. Das ABC-System findet sich in allen Lenz-Decodern ab der Serie Silver aufwärts.

Auf den folgenden Bildern sind einige Modelle von Lok-Decodern von Lenz abgebildet.

Lenz Silver+ Lok-Decoder von oben und unten

Lenz Silver+ Lok-Decoder von oben und unten

Drei Zusatzfunktionen: der der NEM652-Stecker nur eine übertragen kann, gibt's zwei Zusatzkabel am Silver +

Drei Zusatzfunktionen: der der NEM652-Stecker nur eine übertragen kann, gibt's zwei Zusatzkabel am Silver +

Lok-Decoder Silver Direct+ von Lenz

Lok-Decoder Silver Direct+ von Lenz

Lok-Decoder für 21polige Schnittstellen: Lenz Silver 21+

Lok-Decoder für 21polige Schnittstellen: Lenz Silver 21+

Moderne Lok-Decoder warten mit einer Vielzahl von Features auf. Dazu gehört die hochfrequente und lastabhängige Ansteuerung des Lok-Motors, die bei Steigungen oder Gefällen den Zug auf der selben Geschwindigkeit halten, wie sie in der Ebene fahren würden. Des weiteren können die Decoder fernbedienbare Kupplungen (sog. Digital-Kupplungen) ansteuern, verschiedene Lichteffekte darstellen und über die Zusatzausgänge weitere Funktionen ausführen.

Käufliche Funktionsdecoder

Ein Funktionsdecoder ist im Grunde genommen ein um einige Funktionen reduzierter Lok-Decoder. Außer der Motorsteuerung kann also quasi der Funktionsdecoder alles was der Lok-Decoder auch kann. Er wird daher nicht in Triebfahrzeugen eingesetzt, sondern in Steuerwagen oder beleuchteten Personenwagen. Dort muss er Aufgaben übernehmen wie das korrekte Anzeigen des Spitzensignals und/oder das Ein- und Ausschalten der Innenbeleuchtung sowie das Schalten des Zugschluss-Signals am letzten Wagen im Zugverband.

Preiswerte Funktionsdecoder kann man schon für etwa 10.- Euro erwerben. Einer dieser Decoder ist auch schon beim Umbau des Doppelstockzuges zum Einsatz gekommen.

Tams Basic mit angelötetem Stecker

Tams Basic mit angelötetem Stecker

Der hier gezeigte Funktionsdecoder von Tams kann genau zwei Funktionen und hört auf den Namen “Basic”. Die beiden Ausgänge können umprogrammiert werden und somit zwei schaltbare Funktionen ausführen oder fahrtrichtungsabhängig das Spitzenlicht schalten.

Eigenbau-Funktionsdecoder

Mit etwas Geschick lassen sich aber auch Decoder im Selbstbau herstellen. Sven Brandt beispielsweise bietet die Möglichkeit, Grundbausteine zu beschaffen, mit denen man für wenig Geld tolle Decoder basteln kann.

Funktionsdecoder selbst gebaut: SMD-Lötfähigkeit vorrausgesetzt

Funktionsdecoder selbst gebaut: SMD-Lötfähigkeit vorrausgesetzt

Außer den bereits oben beschriebenen Funktionsdecodern, die man in Fahrzeugen einsetzen kann, gibt es die Möglichkeit, sich auch preiswert Weichendecoder selber zu bauen.

Wo diese ganzen Decoder zum Einsatz kommen, kann man bald hier lesen.

25. September 2011 von Linus

Stichworte: , , , , ,
Abgelegt unter Digital | Kommentare (3)

 
 

Nie wieder einen Beitrag verpassen mit dem individuellen Benachrichtigungsservice!

 
 

Andere Artikel



Kommentare, Fragen und Tipps

3 Beiträge zu “Ausflug in die Welt der Digital-Decoder”

  1. Die Modellbahn und ihr Vorbild » Erste Bilder vom 2011er H0-Triebzug Kato BR175 / VT18.16 schreibt am 24. November 2011 um 23:52:

    […] erneut aufgelegt und leicht überarbeitet. Folgende technische Dateils sind vorhanden: Einfache Digitalisierung durch eine eingebaute 8polige Schnittstelle nach NEM652 soll möglich sein – wir werden es […]

  2. Die Modellbahn und ihr Vorbild » Eine Roco H0-BR111 in orientrot wird wieder hergerichtet – Teil 4 schreibt am 06. Dezember 2011 um 00:09:

    […] ist sowieso keine Befestigungsmöglichkeit. Die Platine wurde vom Layout so gestaltet, dass der Digitaldecoder Lenz Silver+ und seine Kabel genügens Platz haben und keine gefährlche elektrische Berührung stattfindet. […]

  3. Die Modellbahn und ihr Vorbild » Weichen digital schalten beim Teppichbahning schreibt am 21. Februar 2012 um 22:55:

    […] der Weichen über die binär übertragenden Informationen. Im vorangegangenen Beitrag über die digitalen Modellbahn-Decoder wurde schon kurz über den Eigenbau von Weichendecodern […]

Hier kann man den Artikel kommentieren, eine Frage stellen oder etwas ergänzen.

Wir müssen uns aber ohne Angabe von Gründen vorbehalten, hier Hinterlassenes zu kürzen oder zu löschen.

Letzte Kommentare

  • werner,klaus-peter: kann mann eine innenbeleucchtung(glühbir...
  • Peter Natz: Hallo G. Stern Mit dem BM 1 geht das nicht, da...
  • Stefan K.: Habe verschiedenes Gleismaterial von DDR-Zeiten...
  • karl: Roco HO weichenantrieb schalted nur in eine richtung!...
  • G.Stern: Hallo, wer kann mir helfen? Benötige einen Schaltplan...

Zuletzt erschienen

Stichwortwolke