Eine Roco H0-BR111 in orientrot wird wieder hergerichtet – Teil 3

Im dritten Teil des Wiederauf- und Umbaus der Roco BR111 soll es um den Abschluss der Arbeiten am Lokkasten gehen. Die orientrote Lok trug nach sorglosem Umgang mit Klebstoff und ÖBB-Logos bleibende Schäden davon, die im zweiten Teil behandelt worden sind. Nun soll es um die Alterung der BR111 gehen, was in einigen Schritten auch im Bild gezeigt wird. Außerdem werden die defekten Puffer wieder vorzeigbar gemacht.

Um nur den Dachgarten mit angedeutetem Schmutz per Airbrush zu bedecken, kann man das Lokgehäuse mit einem Lappen umwickeln.

Vorbereitung für das Altern per Airbrush

Vorbereitung für das Altern per Airbrush

Nachdem das Dach mit mattschwarzer Farbe benebelt ist, kann man den Lappen wieder entfernen. Leider täuschte während des Farbauftrags die Deckkraft der Farbe, so dass etwas viel davon aufgetragen wurde.

Das selbe Problem ergab sich beim Auftragen der Schmutzspuren an den Seiten des Lokkastens. Es sollte der Effekt sein, der auftritt, wenn Regenwasser und Schmutz am Lokkasten herunterläuft und an bestimmten Stellen Spuren hinterlassen. So ähnlich wie hier an einer BR110 oder dieser BR113. Auch bei dieser Abeit das selbe Problem: zu große Deckkraft der Farbe und damit eine übertriebene Schmutzwirkung. Auf den Bildern kann man das Unheil sehen…

BR111-Dach gealtert und Schmutzspuren am Lokkasten

BR111-Dach gealtert und Schmutzspuren am Lokkasten

Detailfoto vom gealterten Dachgarten

Detailfoto vom gealterten Dachgarten

Lokkasten mit montierten Pantographen

Lokkasten mit montierten Pantographen

Gealterte Front der Roco BR111

Gealterte Front der Roco BR111

Schmutzspuren an den Lüftungsgittern

Schmutzspuren an den Lüftungsgittern

Nun war noch die Sache mit den Puffern offen. Ihnen fehlten die Pufferteller. Wie auch immer der Vorbesitzer das geschafft hatte.

Defekte Pufferbohlen

Defekte Pufferbohlen

Vorbereitung für die Reparatur: defekte Puffer abschneiden

Vorbereitung für die Reparatur: defekte Puffer abschneiden

Anstatt neue Pufferteller zu installieren, wurden komplett neue Puffer aus Metall verbaut. Dazu wurden die alten Puffer plan zur Pufferbohle mit einem scharfen Bastelmesser/Skalpell abgeschnitten. In der Mitte der Schnittfläche musste dann ein 2mm großes Loch gebohrt werden, in welches die Metallpuffer geklebt werden konnten. Die Puffer sind übrigens mal als Ersatzteil in etwas größerer Stückzahl gekauft worden und bspw. bei der Reparatur der Puffer beim Doppelstockzug.

Nach weiterer Bearbeitung der Pufferbohle: Montage der neuen Puffer

Nach weiterer Bearbeitung der Pufferbohle: Montage der neuen Puffer

Noch glänzen die neuen Metallpuffer

Noch glänzen die neuen Metallpuffer

Vor der Montage am Lokkasten wurde die gesamte Pufferbohle dann noch mattschwarz lackiert. Somit bilden die neuen Puffer eine gut aussehende und verschmutzte Einheit mit der Pufferbohle.

Neue Pufferbohle nun mattschwarz

Neue Pufferbohle nun mattschwarz

Da die Maschinenraumattrappen etwas zu homogen aussahen, wurden sie mit verdünnter schwarzer Farbe lasiert.

Die Blenden hinter den Maschinenraumfenstern der BR111: mit verdünnter Farbe behandelt

Die Blenden hinter den Maschinenraumfenstern der BR111: mit verdünnter Farbe behandelt

Dann wurden alle Teile erst einmal zusammengefügt. Das Gesamtbild war, wie oben angedeutet, etwas zu schmutzig, daher musste eine Entscheidung getroffen werden…

Roco BR111 wieder montiert

Roco BR111 wieder montiert

Wie im folgenden Bild zu sehen, wurde ein Teil der Alterung wieder entfernt. Das heißt, die Entscheidung ist gefallen, die oben erfolgte Alterung mit einem Lappen und etwas Spiritus wieder vorsichtig tupfend abzumildern. Glücklicherweise ist dabei von der roten Farbe und den Anschriften nur sehr wenig beschädigt worden.

Die H0-Elektrolok von Roco mit mintgrünen Doppelstockwagen im Einsatz

Die H0-Elektrolok von Roco mit mintgrünen Doppelstockwagen im Einsatz

Bis auf die fehlenden Maschinenraumattrappen kann das letzte Bild einen Eindruck vermitteln, wie die Roco BR111 geworden ist, nämlich echt gelungen. Vor allem die Basteleien im Inneren machen das Modell sehr interessant – sollte sie doch Versuchsträger für Digitalumbau für H0-Loks und echten (!) Wendezugbetrieb mit konstantem Bremsweg unter Zuhilfenahme von Lenz’ ABC werden. Dazu noch Spitzenlicht mit LEDs… Doch dazu mehr im nächsten Teil.

29. Juni 2011 von Linus

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